XT-Regler

 

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Das neueste auf dem Gebiet der XT-Reglertechnik: Der Roebi-Regler, der einfach an den 6V-Kabelbaum angesteckt wird und 12V draus macht. Man wechselt nur noch Lampen (H4-Einsatz unbedingt erforderlich )und Batterie - fertig.

Infos zum Roebi-Regler gibt es hier


HiHa hat einen Regler-Selbstbau entwickelt, der sehr gut funktionieren soll. Leider fallen seine Ausführungen dazu für Elektrik-Laien ein bisschen kurz aus. XT77 hat im XT-Forum die Schaltung ausführlich erläutert. Das hat er so gut gemacht, dass ich seine Ausführungen nicht in den Tiefen des Forums versteckt lassen wollte.

Und jetzt kommt XT77:

Bei dem Wunderlich-12V-Umbau wird der Hauptscheinwerfer auch über die Batterie betrieben.

Deutlich besser ist es das Originalkonzept zu belassen und die H4 Lampe weiterhin im Wechselspannungskreis zu haben. Dann ist das Licht zwar drehzahlabhängig bis etwa 2500UpM, aber immer heller als das original 6Volt Gefunzel. Man muss nichts an der Ladespule löten, sondern nur drei Bauteile miteinander, die bei Conrad keine 10 Euro kosten. Alles passt ganz wunderbar ins leergeräumte Original-Regler-Gehäuse, was will man mehr? Und der Regler wird auch genau so angeschlossen, keine Änderungen im Kabelbaum notwendig.

Die Spule hat original 3 Ausgänge, einer ist direkt auf Masse gelegt, 2 kommen raus. Dabei ist beim einen Ausgang die volle Wickelanzahl aktiv, beim anderen sind ein paar Wicklungen in entgegengesetzter Richtung aufgewickelt, die Spannung also etwas zurückgenommen. Diese ist immer mit der Batterie und der andere mit dem Regler verbunden. Damit wird vermieden, dass die Batterie überladen wird wenn das Licht aus ist. Wenn das Licht eingeschaltet wird werden beide Ausgänge verbunden.

Die (Wechsel-) Spannung steigt mit der Drehzahl. Bei Erreichen der Schwellenspannung schlägt der Regler zu und macht einen Kurzschluss. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Schwelle bei 6 oder 12 Volt liegt.

Ungeregelt und unbelastet können sehr hohe Spannungen auftreten!

Solange die LiMaleistung kleiner als die Last ist braucht es keinen Regler!
Dabei spielt es keine Rolle ob ich mit 6Volt oder 12Volt Lampen die Last habe, wg. P=U*I ist bei doppelter Spannung eben nur der halbe Strom fällig.

12 Volt liegen etwa bei 2TUpM an!

Den Trick mit der abgelöteten Masse braucht es nur, wenn ich die Spannung vollweg-gleichrichten will. Will ich ja gar nicht! Macht man nur, wenn die Lampe auch mit Gleichstrom gespeist werden soll, um so die Verluste zu minimieren. Die Lampe soll aber weiterhin nur (wie original) mit Wechselspannung betrieben werden, um leere Batterien zu vermeiden!

Schau dir HiHa's Schaltplan genau an: hier ist auch die Spule abgelötet und nur der Spulenausgang betrachtet mit der vollen Wickelzahl. Die beiden Kabel sind mit der Brücke verbunden und es kommt Gleichspannung raus. Die wird gesiebt mit dem Kondensator, der parallel zur Batterie liegt (oder diese ersetzt!).

Rechts vom Kondensator ist die Schaltung  (blauer Kasten)
Wenn du genau guckst ist die direkt mit der Spule verbunden.
 

Der Brückengleichrichter und der ElKo sind bloß Beiwerk, es geht auch ohne, man kann also weiterhin die Originaldiode fahren, wenn man sie noch hat.

Es braucht also nur den Triac und die beiden Z-Dioden.
 Der Triac hat drei Beinchen, MT1, MT2, G. MT1 ist mit dem Spulenausgang und MT2 mit Masse verbunden. Damit der Triac einschaltet (also einen Kurzschluss macht) muss er angesteuert werden; das machen die beiden z-Dioden, die antiparallel geschaltet sind zwischen MT2 und G (z-Diode wird leitend wenn die angegeben Spannung, hier 16Volt, erreicht wird).

Also wird bei 16Volt der Triac leitend und die Spannung bricht zusammen, allerdings nur, bis das Vorzeichen der Wechselspannung sich ändert, Daher ja auch die beiden z-Dioden: so werden beide Halbwellen geregelt.

Die 16Volt der z-Diode ist der Scheitelwert der möglichen Wechselspannung, der Mittelwert der Gleichspannung ist kleiner. Ich denke HiHa hat es empirisch ermittelt, jedenfalls klappt es so.